Hollandfahrt 2008
Man erinnere sich an die Schlammschlacht aus dem letzen Jahr…Diese Hollandfahrt war gegenüber der Letzen eine Steigerung um gute 200%. Das Wetter war wärmer und es regnete weniger.
Pünktlich und ohne Komplikationen machten sich 26 SCBler am 19.07.2008 auf den Weg in das bekannte Reiseziel Balk in Holland. Die Hinfahrt war ohne weitere Vorkommnisse beziehungsweise Verluste zu verzeichnen. Das Aufbauen gestaltete sich allerdings weniger unkompliziert, denn als wir ankamen regnete es. So mussten wir warten bis uns einer der wenigen wolkenlosen Abschnitte erreichte. Dank etwas technischem Verständnis, ein wenig Routine und der Aufbauanleitung in Hans’ Kopf stand die kleine Zeltstadt mit ihren großen, sowie kleinen Bewohnern, im Handumdrehen. Da dieses Mal mehr Erwachsene als gewöhnlich mitfuhren, was den Altersdurchschnitt erheblich steigerte, ging der Aufbau vielleicht noch ein bisschen schneller.
Aber es war kalt, zumindest für die Älteren. Die Jüngeren rannten vor den Augen der staunenden Eltern in sommerlicher Kleidung herum. Erstere freundeten sich direkt mit der Umgebung an und knüpften schnell neue Bekanntschaften mit anderen Kindern des Campingplatzes.
In den ersten drei Tagen gestaltete sich das Wetter eher verbesserungswürdig, jedoch hatte dieses auch seine Vorteile, wie zum Beispiel den Wind, welcher mit zunehmend besserem Wetter abnahm. Dadurch hatten wir keinen bis starken Wind, wodurch für jeden Teilnehmer etwas dabei war. Die Teenys erfreuten sich großer Beliebtheit aber auch die Fly SCB wurde gerne gesegelt. Generell konnte man die Fortschritte erkennen, die die Segelschüler innerhalb eines Jahres machen. Die Jüngeren trauen sich auf größere Boote und die Älteren verbessern sich in ihren Fähigkeiten, was zum Beispiel das Spi-Fahren betrifft.
Aufgrund der von den Janowitz’ eingeführten Finanzoptimierung wurde nicht nur wieder ein Überschuss erwirtschaftet, sondern der Ausflug nach Sloten wurde per Boot und nicht mit den Autos gemacht. Sloten ist ein kleiner Nachbarort, der südöstlich von Balk liegt. Sloten besticht mit kleinen mittelalterlichen Gassen, mit einem Yachthafen und einer Windmühle. Nach der beschwerlichen Fahrt, aufgrund des fehlenden Windes, wurden alle Teilnehmer mit Pommes Spezial gestärkt. Darauf folgte ein Rundgang im Ort und darauf die gefühlte doppelt so lange Fahrt zurück. Das zweite größere Ereignis war der Markt in Balk, der vorletzten Tag stattfand und die Geldbeutel ein letztes Mal forderte.
Insgesamt wurden die Teilnehmer durch die perfekt zusammenarbeitenden Küchencrews bestens versorgt. Verletzungen gab es leider eine. Unser Jugendwart setze seinen kleinen Finger außer Gefecht. Für ihn kein Problem! Gaffatape drum und die Sache lief wieder. Diese Methode überzeugte auch andere Teilnehmer, die sich seitdem ihre Schnitte und sonstige Verletzungen mit Tape verbanden.
Diese Hollandfahrt war so schön, dass man, auch aufgrund des schlechten Wetters zu Beginn der Fahrt, mit dem Gedanken spielte noch ein paar Tage dranzuhängen, was allerdings aufgrund der weiteren Vermietung unserer Plätze scheiterte.
An dieser Stelle auf die Organisatoren der Fahrt, die diese jedes Jahr möglich machen und der Jugend eine Woche voller Spaß bescheren, ein dreifaches HACKE…BEIL…
( Marcel Maaß)
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Bilder von Brigitte Kämmer
Auf das Segellager ein dreifaches "Hackebeil"
Begleitet von dem Schlachtruf der Piratensegler "Für den Präsidenten (oder wahlweise den Jugendwart oder die Kückencrew oder...) ein dreifaches "Hackebeil" haben neun Schiffe zusammen mit 26 Seglern vom 19. biszum 26. Juli 2008 im Friesischen Balk das diesjährige Sommer-Segellager des SCB verbracht.
Im strömendem Regen reisten die Teilnehmer in Balk an. Schnell war ein Pavillon aufgestellt, unter dem alle Schutz fanden. Der "Präsident" Werner wurde standesgemäß unter diesem Baldachin zum Standplatz geleitet, wo das Lager in 3 Stunden samt Küche und Überdach stand.
Die Horden verteilte sich auf die Zelte und das Lagerleben konnte beginnen. Die Küchencrews bildeten sich, das erste Essen wurde gekocht und die warmen Jacken und Decken rausgeholt.
Nach einer nassen Nacht und einem Lob auf die tolle Zeltkonstruktion, die auch dem schlimmsten Regen standhält, wurden die Boote fertig gemacht. Nach dem Motto "Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen" wagten sich die ersten Wagemutigen bei bis zu 6 Windstärken auf den See zum Zischen. Die Auswahl an Booten war groß: "Mutterschiff" die Fly SCB (in der festen Hand von Präsident Werner mit einer Crew von mindestens 5 Kindern), 2 Laser, 2 Piraten, ein 420er und die neuen Trendboote des Clubs - 3 Teenys.
Das Wetter, das sich auch am Montag mit 12 Grad und Dauerregen noch eher bescheiden zeigte, ließ das SeTeln in den ersten Tagen noch ein wenig in den Hintergrund treten. Spielen war angesagt oder mit Jungs und Mädchen im Zelt quatschen und "Wahrheit, Pflicht und Wahl" spielen.
Doch langsam wurde es wärmer und das Segeln reizvoll. Die Crews wurden bunt gemischt, die Boote getauscht und das Segellager machte seinem Namen alle Ehre.
Am Mittwoch beglückte uns dann ein strahlend blauer Himmel. Wir setzten die Idee einer gemeinsamen Ausflugsfahrt in die Tat um. Segeln mit allen Booten nach Sloten zur Pommesbude. Aber es war flau, flau, flau. So wurde die Tour fast tagesfüllend und mit Unterstützung von Paddeln auch ein schönes Erlebnis.
Donnerstag dann Kaiserwetter: Sonne und Wind satt und ein wunderschöner Segeltag.
Freitagmorgen wurde auch noch kräftig gesegelt, bevor die Boote abends wieder verpackt und verzurrt auf den Hängern standen. Samstags wollte uns Friesland nochmals zeigen, was so ein richtiger Regenschauer ist. Wäre ja auch zu langweilig gewesen, trockene Zelte einzupacken...Und dann ginges ab nach Hause durch Hitze und Gewitter.
Nach dem Segeln gab es aber natürlich noch andere wichtige Ereignisse.
So hätten die deutschen U19-Fussballweltmeister ihre wahre Freude am abendlichen Fußballspielen gehabt. Ein weiteres Motte des Lagers war der Trend zum dreifachen S: Shoppen statt Segeln - wobei sich Balk mit seinen ausufernden Ladenzeiten und Öffnungszeiten bestens eignet. Gesellschaftliche Höhepunkte waren auch die wiederkehrenden Geburtstage, die am frühen Morgen mit einem kräftigen Geburtstagsständchen gefeiert wurden - aus Rücksicht auf die Nachbarn nie vor acht Uhr morgens!
Nicht in die Tat umgesetzt wurden so hervorragende Anregungen von Teilen der Eltern, wie Volleyballtunier, Modenschau oder Schlafen um 11. Aber - war nicht schade drum. Vielleicht dann nächstes Jahr, denn nachdem Lager ist vor dem Lager.
(Angela Janowitz)
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Bilder von Angela Janowitz

