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Winterwanderung 2008

Segler trotzten „Emma“Wie schon in den vergangenen Jahren war unsere Winterwanderung, die diesmal aber auf den meterlogischen Frühlingsanfang gelegt wurde, wieder durch schlechtes Wetter bedroht. Diesmal war es das Sturmtief „Emma“ das uns einen Strich durch die Planung machen wollte. Nicht so mit uns sagten sich die Segler und trotzten diesmal allen Wetterunken und „kreuzten gegen Emma an“. Der Starkwind hatte am Mittag nachgelassen und so konnte die Wanderung rund um und auf die Tomburg stattfinden. Gut ein Viertel aller SCB-Mitglieder haben sich nach der Wanderung in der „Alten Scheune“ in Hilberath getroffen. Erfreulich war wieder die große Beteiligung an Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern. Klönschnack wie immer bei Kuchen und Kaffe und sonstigen leckeren Sachen.

Hier ein Überblick zur Geschichte der Tomburg, die auf einer Steintafel an der Burgruine festgehalten ist. Die Tafel wurde vom Eifelverein Rheinbach gestiftet und an der Ruine angebracht.

Auf dem Tomberg befand sich im 4. Jh. eine römische Anlage. Die Burg entstand vermutlich um 900 und wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten stark ausgebaut. Um1000 residierten hier Pfalzgraf Ezzo und seine Gemahlin Mathilde, eine Schwester Kaiser Ottos III. Tochter Richeza wurde Königin von Polen, Sohn Otto erbte die Pfalzgrafschaft, wurde Herzog von Schwaben und starb 1047 auf der Tomburg. Die Burg mit Gütern und Rechten gelangte an andere Herren, um 1090 an die Grafen von Kleve, 1230 an die Herren von Müllenark, die hier die Herrschaft Tomburg aufbauten und sich von Tomburg nannten. Während des Niederganges der kleineren Herrschaften etwa ab Mitte 14. JH. betätigen sich auch die Tomburger als Raubritter. Nach 1420 gab es durch Erbteilung mehrere Besitzer. Die Burg verfiel mehr und mehr, wurde jedoch mit starken Feuerwaffen bestückt. In einem Streit zwischen Friedrich von Sombreff, Herr zu Tomburg und Landskron, und dem Herzog von Jülich, eroberten die Jülicher die Tomburg am 7. September 1473 und zerstörten sie.
Nur wenig östlich des Burgberges (ein 310 m hoher Basaltkegel) verlief seit alter Zeit die wichtigste Aachen- Frankfurter Heerstraße, deren Überwachung von der Tomburg aus ein leichtes war.
Mehr zur Geschichte der Burg im Internet unter Tomburg.
FW