Am 02.01.2011 hat mich Ingeborg angerufen und mir mitgeteilt, dass ein Teil des Mittelsteges unter gegangen sei. Daraufhin habe ich mich mit Ingeborg, Ute, Horst und Markus am Montag dort getroffen um evtl. erstmal das Nötigste zu versuchen. Es mußte erstmal die komplette Treppenanlage vom Schnee befreit werden. Danach stellten wir leider fest, dass das Fährseil noch auf der Fähre und am Steg festgefroren war. Auch der Versuch das Arbeitsboot vom Winterlager zu holen, scheiterte am fehlenden Hänger. Also konnten wir an diesem Tag keine Stegrettung durchführen und verständigten uns darauf, den Arbeitseinsatz auf den Samstag zu verlegen.
Aufgrund der Niederschläge in der Nacht zum Freitag habe ich mich entschlossen bereits am Freitag schon mal die Lage vorab zu betrachten und zu prüfen, ob die Fähre inzwischen einsatzbereit ist. Da dies der Fall war, konnte ich übersetzen und mich zur Schadensstelle begeben, während Ute mir den Rückzug an der Fähre sicherte. Die Situation am Steg war nicht erfreulich, aber nicht ganz aussichtslos. Durch die Regenfälle und der noch vorhandenen Schneemenge war der gesamte Steg so weit ins Wasser eingetaucht, dass sich fast alle Verschlüsse unter Wasser befanden und somit noch die Möglichkeit bestand, dass weitere Stegteile absinken konnten. Somit war kurzfristig Schneeschaufeln angesagt. Nach einer Stunde war auch dies und ich geschafft. Der Steg ragte nun soweit aus dem Wasser, das die Fassstutzen wieder über der Wasserlinie lagen. Der Stegeinsatz konnte also am Samstag beginnen.
Am Samstag trafen sich Doro, Holger, Reiner, Ingo, Achim und ich uns um 10:00 Uhr am Winterlager um das Einsatzboot der Fly Tour zum See zu bringen. Kurz danach waren schon die ersten Pumpengeräusche zu hören und kleine Erfolge am abgesoffenen Seitensteg machten wieder Hoffung. Einzige Sorge war die kleine Pumpe und deren Lebenserwartung unter Dauerbelastung. |
Bereits nach kurzer Zeit bewegten wir uns auf dem glitschigen und schiefen Steg als wären wir darauf aufgewachsen. Schon nach dem Mittag war der Erfolg sehr gut sichtbar und wir konnten eine kleine Pause einlegen. Noch während dem Fassauspumpen wurden vorsichtshalber noch drei zusätzliche Fässer einsetzt. Gegen 15:00 Uhr war das Ende fast geschafft und die Pumpe hat leider weitere Arbeit an anderen Stegteilen verweigert. Gegen 15:30 konnte „Steg Oben“ gemeldet werden und der Samstagseinsatz war zu Ende.
Durch die Auflast durch Schnee und Regen sind jedoch noch weitere Fässer voll gelaufen und müssen am kommenden Wochenende noch ausgepumpt werden.
Trotz anfänglicher Skeptik konnte der Steg noch ohne Hilfe dritter geborgen werden. Allen Helfern sei an dieser Stelle noch mal gedankt.
Die Ursache des Steguntergangs lag vermutlich an der aufliegenden Schneelast und dem Regenereignis in der Nacht zu Silvester. Über die Verschlussstopfen ist Wasser in die Fässer eingedrungen und als Kettenreaktion hieraus liefen immer mehr Fässer voll.
Arbeitseinsatz 03.01.11; Treppe vom Schnee freischaufeln, Arbeitsbesprechung; 12.0 Std. Ingeborg, Horst, Markus, Lothar
Arbeitseinsatz 07.01.2011; Stegbesichtigung und Steg vom Schnee freischaufeln; 4,0 Std. Ute, Lothar Arbeitseinsatz 08.01.2011; Stegrettung; 33,0 Std. Doro, Holger, Reiner, Ingo, Achim, Lothar
(Bericht von Lothar Bieder) |