Winterwanderung 2007

Sturm und Regen stoppt Winterwanderung

Unter einer Winterwanderung stellt man sich eigentlich eine Wanderung in einer schönen Schneelandschaft vor. Nicht so am 3. März 2007. Als 23 große und kleine „Segler“ mit ihren Schesen auf dem Besucherparkplatz der „Ordensburg“ Vogelsang ankamen, stürmte es wie Kyrill und es schüttete aus allen Wolken. Schon die Zufahrt, vorbei an grauen farblosen Bauten, vermittelten bei diesem Wetter so manchem Besucher gemischte Gefühle und Gedanken an die düstere Vergangenheit dieser Kader-Schmiede der Nationalsozialisten. Mit dem Baubeginn im Jahre 1934 bis zur teilweisen Zerstörung 1944 und der Besetzung der Ordensburg durch die Amerikaner 1945, dauerte es gerade mal 11 Jahre, um diesem „Spuk“ ein Ende zu bereiten. Danach wurde Vogelsang erst von britischen und später von belgischem Militär als Truppenübungsplatz genutzt. Erst 2005 wurde Vogelsang an die Bundesrepublik Deutschland übergeben und war ab 2006 für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Die zukünftige Nutzung der Burg sieht unter anderem ein Dokumentationszentrum, ein Ausstellungs- und Informationszentrum sowie Wechselausstellungen, vor. Gleichzeitig werden hier das Nationalparkzentrum und eine Akademie eingerichtet.
Von der Höhe der Anlage aus hat man einen überragenden Blick in das Urfttal und auf den See. Von hier aus gehen gute Wanderwege durch dieses einmalig schöne Naturschutzgebiet. Sehr zu empfehlen ist das Angebot des Nationalparkforstamtes Eifel, mit einer kostenfreien Ranger-Tour die schöne Landschaft mit ihrer vielfältigen Natur und Tierwelt zu bewundern.
Zurück zum Besucherparkplatz. Hier saßen wir nun bei Sturm und Regen und hatten keine Lust, uns diesem Wetter auszusetzen. Kurz entschlossen wechselten wir vom stürmischen Ort Vogelsang direkt in unsere warmen Clubräume nach Rurberg, in denen wir uns eigentlich erst nach der Wanderung treffen wollten. Hier wurden die verhinderten Wanderer mit einer kräftigen Gulaschsuppe und einer leckeren Kartoffelsuppe mit Einlage, die Beate und Frank Fassbender zubereitet hatten, überrascht. Dazu wurde frisches Baguette gereicht. Mit jedem Nachschlag stiegen die gute Stimmung und das Wohlempfinden. Abgerundet wurde das ganze mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Ganz herzlichen Dank den Hobbyköchen; besonders auch der gut vorbereiteten Organisation.
Wenn schon keine Wanderung, so war es zu mindest aber ein gelungener Seglertreff.

Felix Wimmers


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