Ein Sommer am See 2006

Sie müssen Ihren Flash-Player aktualisieren.

Klicken Sie hier, um Ihren Flash-Player zu aktualisieren.




In Fortführung des Jüngstensegelscheinkurses vom letzten Jahr hatte sich die Jugendgruppe des SCB überlegt, in diesem Jahr vier feste Seglertreffs zu vereinbaren, an denen die alten Kenntnisse aufgefrischt und neue gesammelt werden konnten.
Mit dem ersten Treff an Pfingsten begann dann auch der Sommer. An drei Tagen wurde um ein kleines, vor dem Steg ausgelegtes Dreieck gesegelt. Je zwei Piraten und Laser, sowie vier Optimisten und ein Kielzugvogel drängten sich auf dem Kurs. So hatte man Nachbarschaft, konnte sich unterhalten, hatte aber auch immer Ansporn und Vorbild. Unter der fachkundigen Anleitung von Sunny und Daddy Scharmann lernten die jungen Segler spielerisch Segelmanöver, Vorfahrtsregeln, Tonnenmanöver, entwickelten taktisches Geschick und wurden mit viel Spaß sicherer im Segeln. Schwimmen, Picknicken, abendliches Grillen und Spielen gehörten natürlich zum Seglerspaß dazu.
Wenige Wochenenden später ging es dann weiter, wobei der eindeutige Hit, ob des guten Wetters, natürlich das Schwimmen, aber auch das Kentern war. Bei wenig Wind, den Laser gerade noch mit fast horizontalem Segel zu fahren, ohne zu kentern, aber auch den Laser bewusst zu kentern, durchzukentern, um ihn dann wieder aufzurichten machte einen Mordsspaß und wurde ohne Unterlass trainiert. Beliebt war auch das Segeln mit möglichst vielen Personen auf einem Laser.
Für die erste Hälfte der Sommerferien hatten sich hauptsächlich die älteren Jugendlichen verabredet. Das freie Leben im Zelt und auf Kajütbooten und die Möglichkeit rund ums Wasser die Ferien zu genießen hat ihnen deutlich Spaß gemacht.
In der zweiten Ferienhälfte hatten sich einige Familien mit jüngeren Kindern verabredet, so dass täglich ein buntes Leben am Steg stattfand. Schwimmen, Segeln, Angeln, Toben, abends Fußballspielen, Puppenausfahren, Lauf- und Versteckspiele, der Spielfreude der Kinder waren kaum Grenzen gesteckt. So konnten sich auch spielerisch die Segelkenntnisse weiter entwickeln. Wie selbstverständlich übernahmen zehn und elfjährige die Verantwortung für Pirat und Besatzung. Bisher seglerisch zurückhaltendere Kinder entwickelten Freude am Segeln und fuhren dann auch mal mit Freunden auf dem Opti los. Man kam ins Staunen, einen elf- und sechsjährigen Jungen unter „buntem Bonbon“ ( Spi ) über den See gleiten zu sehen.
Einer der Höhepunkte war sicherlich der gemeinsame Ausflug zum Ankern in eine entfernte Bucht. Zwei Dickschiffe, ein Kielzugvogel, ein Pirat und Opti machten sich morgens voll gepackt mit Kindern und Erwachsenen auf die abenteuerliche Reise. Die Ankermanöver, der Transport von Decken und Lebensmitteln durch das Wasser ans Ufer, die neue, andere Sicht auf die Boote, sowie die ganze Aktion wieder zurück war für die Kinder spannend, aufregend und mit viel Engagement verbunden. Sie genossen die Spiele im und am Wasser in neuer Umgebung. Außerdem war der Tag eindeutig zu kurz und die Ferien sowieso. Übrigens kann man sich vorstellen, dass es auch für die Erwachsenen in dieser Konstellation ein erholsamer Urlaub war. So einen tollen Urlaub habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Ja, im August wurde das Wetter dann schlecht. Wie sich herausstellte machte der Sommer einen Monat Urlaub. Trotzdem war die Jugendgruppe so animiert und freute sich aufeinander und aufs Segeln, dass sie sich an zwei weiteren Wochenenden im August traf und segelte.
Faszinierend war die Optiregatta der Jugendlichen über 14 Jahren begleitet von den Laserseglern unter 14 Jahren. Hier konnten sie einiges lernen bezüglich Trimm, Gewichtsverteilung und Taktik. Aber auch hier standen eindeutig das Miteinander, die Freude und der Spaß im Vordergrund.



Hans Debeur


(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken