Freitag, 30. Juni 2017

Herbert auf der Abfahrt beim Rursee MTB Marathon, Bildquelle sportograf.com

Zum 8. Mal veranstaltete der SV Einruhr Erkensruhr seinen Mountainbike Marathon der sich entlang des Rurtals zwischen Einruhr und Monschau orientiert. Es konnten Strecken mit einer Länge von 24, 39, 67 und 95 km bewältigt werden.

Robin hatte schon einige Wochen vorher Interesse bekundet und da ich an die letzte Teilnahme vor 7 Jahren noch schöne Erinnerungen hatte, wollte auch ich teilnehmen und schauen, ob ich mit meinem Ältesten noch einigermaßen mithalten konnte. Da jedoch der Rahmen seines Mountainbikes das beschädigte Tretlager nicht freigeben wollte, drohte das Unternehmen zu scheitern. Zum Glück stellte Herbert sein Zweitrad großzügig als Ersatz zur Verfügung und so war der SCB mit 3 Teilnehmern vertreten. Robin und ich hatten uns für die Mittelstrecke (67 km) entschieden und Herbert wollte gar die Langstrecke mit 95 km in Angriff nehmen. Eigentlich wäre mir die Kurzstrecke von 39 km lieber gewesen, aber dort waren über 300 Teilnehmer gemeldet und das war mir etwas zu voll.

Während es die Woche über sehr warm und sonnig gewesen war, kühlte es zum Wochenende hin ab und pünktlich am Sonntagmorgen setzte der Regen ein. Zum Glück nur bis kurz nach dem Start, dann war die Luft wieder trocken, aber der Niederschlag hatte gereicht um die Strecke an einigen Stellen matschig werden zu lassen. Bei einigen hundert Teilnehmern führte dies dazu, dass sowohl für Räder als auch Teilnehmer nach dem Rennen eine Grundreinigung anstand.

Irgendwie hatte ich die Anstrengungen des MTB-Fahrens in den letzten Jahren wohl etwas verdrängt. Ich fahre sonst nur regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit, aber nicht im Gelände. Jedenfalls hatte ich nach dem Start leichte Zweifel, ob das mit den 67 km wohl zu schaffen sei. 1600 Höhenmeter waren nach Veranstalterangaben zu bewältigen und nach dem ersten längeren Anstieg über 100 Höhenmeter fühlten sich die Beine schon ziemlich gestresst an. Was ich aber völlig verdrängt hatte, war meine mangelnde Technik bei Abfahrten. Wenn ich dann bei Aufstiegen den einen oder anderen überholt hatte, so musste ich sie meist auf der Abfahrt wieder vorbei lassen, weil mir für hohe Abfahrtsgeschwindigkeiten schlicht die Technik fehlte. So war Robin dann auch bald entschwunden.

Zum Glück hatte ich meine GPS-Uhr angezogen und war so einigermaßen über die absolvierte Strecke informiert. Kilometerhinweise seitens des Veranstalters gab es nämlich nicht.

Wenn auch die Beine bei den folgenden Bergen immer schlappen wurden, so meine ich, dass ich bei den Abfahrten schon einen Lerneffekt spüren konnte. Jedenfalls sank der Kilometerschnitt im Verlaufe des Rennens nicht. Nach knapp 5 Stunden war ich im Ziel und habe zum Schluss nochmal richtig gekämpft um die 5 Stundengrenze zu schaffen. Robin war ca. 20 Minuten schneller.

Unser Radprofi Herbert hat die 95 Kilometer in deutlich schnellerem Tempo bewältigt. Er brauchte 5:45:42 Stunden bei insgesamt 2.320 Höhenmetern.

Hier die beeindruckenden Daten zu seinem Streckenprofil:

Vielleicht, wenn Robins Rad bis nächstes Jahr repariert ist, und meine Erinnerungen an die etwas angstbesetzten Abfahrten verdrängt sind, dann sind wir im nächsten Jahr wieder dabei. Toll wäre es auch, wenn sich noch andere SCBler anschließen würden.

Thomas Schneider